Teilzeit Blog

Vaterschaftsurlaub: Steinzeit Schweiz

In keinem anderen EU Land fällt der Vaterschaftsurlaub dürftiger aus als in der Schweiz. Mit genau einem Tag (gleichviel wie bei einem Umzug!) sind wir Spitzenreiter bei den Negativbeispielen.

Im Sommer hat die Initiative des Vereins Vaterschaftsurlaub jetzt” – lanciert vom Gewerkschafts-Dachverband Travail.Suisse, männer. ch, Alliance F und Pro Familia – über 100´000 Unterschriften bei der Bundeskanzlei eingereicht. Die Initiative verlangt, dass der Vaterschaftsurlaub über die Erwerbsersatzordnung finanziert wird und mindestens 20 Tage dauert, flexibel beziehbar innerhalb eines Jahres. Der Bundesrat will von all dem nichts wissen und schlägt die Initiative zur Ablehnung vor.

Erfreulicherweise erkennen viele Firmen die Zeichen der Zeit (v.a. die Grossunternehmen gehen mit gutem Beispiel voran, bei den KMU gibt es noch Aufholungsbedarf) und gewähren ihren Mitarbeitern schon mehr als einen Tag. 

Jüngst hat die UBS ihre Regelungen zum Vaterschaftsurlaub weiter verbessert. Zu den vorgesehenen 10 Tagen gibt es neu die Möglichkeit 2-4 Wochen unbezahlten Urlaub zu nehmen oder das Pensum während 1-6 Monaten auf 80 % zu reduzieren. Ein Bekenntnis zur Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben. Aber auch unsere Teilzeitkarriere-Partnerfirmen sind in Sachen Vereinbarkeit vorne mit dabei. Die Post, SBB, Swisscom und BLS gewähren ihren Mitarbeitern ebenfalls 10 Tage. Die AXA sogar 20 Tage.

Toll, dass es trotz Ignoranz des Bundesrates so viele positive Beispiele gibt und Unternehmen mehr und mehr dabei sind familienfreundliche Strukturen zu schaffen.

Weitere interessante Beiträge zum Thema findet Ihr in unserem Medienspiegel

Übrigens hat die Zürich Versicherung gerade das Projekt “Teilzeit auf Probe“, ähnlich wie Swisscom vgl. hierzu unseren August Newsletter, gestartet. Super! 

P.S: Seid Ihr auf der Suche nach mehr Sinn und Selbstbestimmung bei der Arbeit? Das achtmonatige Weiterbildungsprogramm unserer Freunde von STRIDE zielt auf einen schrittweisen Wechsel hin zu einer erfüllenderen beruflichen Tätigkeit und kann in Teilzeit absolviert werden. Im Mittelpunkt stehen Methoden des (selbst-) unternehmerischen Lernens und Handelns in Teams, die unmittelbar auf die Realisierung eines selbstgewählten, realen Projekts angewandt werden. Die NZZ berichtete kürzlich darüber. Die Bewerbungsfrist endet am 31.12.17. Nächste Woche finden 2 Kennenlern-Veranstaltungen statt.

Women Matter – wir haben die jüngste McKinsey Studie zu Gender Diversity für Sie zusammengefasst

Die neuste Women Matter Studie von McKinsey steht unter dem Titel "Time to Accelerate". Sie belegt, dass Gender Diversity entscheidende Vorteile für den Unternehmenserfolg bringen und dass gemischte Teams bessere wirtschaftliche Ergebnisse erzielen. 

Obwohl dies den meisten Unternehmen inzwischen bewusst ist, sind wir jedoch weit entfernt von einer Geschlechter-Parität. Frauen sind in der Wirtschaft und in den Führungsetagen von Unternehmen und Organisationen noch immer stark unterrepräsentiert. «Die Reduzierung des "Gender Gaps" in Zeiten von stagnierendem Wachstum und Fachkräftemangel würde das weltweite BIP bis 2025 um 12 Billionen Dollar steigern», errechnet das McKinsey Global Institute.

Implementierung ist wichtig!

Trotz Engagements auf dem Thema ist der Fortschritt in vielen Firmen langsam, nur rund die Hälfte der Unternehmen macht tatsächlich Fortschritte bei Gender Diversity.

Neben der Quantität der implementierten Massnahmen – dabei performen vor allem die Firmen, die 25 Massnahmen und mehr realisieren – ist die Qualität und Effektivität der Implementierung entscheidend, um sichtbare Veränderungen zu erzielen.

DOIT-smart unterstützt Sie bei der Analyse Ihrer unternehmensspezifischen “Pain Points” und bei der Auswahl und Umsetzung der geeigneten Massnahmen. Dabei können wir auf eine grosse Anzahl an dokumentierten Produkten/Massnahmen aus unserem Know-How Pool zurückgreifen.

Der Wandel beginnt an der Spitze 

Um einen Kulturwandel voranzutreiben gibt es nicht nur einen Lösungsweg, sondern es braucht ein umfassendes Ökosystem an Massnahmen. Entscheidend ist ein starkes Engagement des Top-Managements. Veränderungsprozesse gelingen nur, wenn das Management dahintersteht und top down alle Hierarchiestufen einbindet. Diese Erkenntnis von McKinsey deckt sich mit unserem Beratungsansatz, in einem ersten Schritt (DOIT-smart Level 1-Analyse) schaffen wir die notwenige Transparenz und holen die Unterstützung des Top Managements ab.

Build the Pipeline - Voraussetzungen schaffen 

Um den Frauenanteil signifikant zu erhöhen und den Aufstieg von Frauen auf jeder Stufe der Pipeline bis hin zum Top Management zu ermöglichen, braucht es Programme zur Führungsweiterbildung von Frauen. Von grosser Wichtigkeit sind zudem auch Entwicklung und Umsetzung von Anti-Bias Strategien, damit Beförderungs- und Rekrutierungprozesse neutral und vorurteilslos erfolgen können.

Wie die McKinsey Studie aufzeigt, sind die Chancen von Frauen in der Hierarchie aufzusteigen noch signifikant tiefer als bei Männern. Gerade in Organisationen, welche auf einer leistungsorientierten Mitarbeiterbeurteilung aufbauen, ist es deshalb wichtig, Bias zu erkennen und strukturell anzugehen.

Wir beraten und begleiten Sie aus neutraler Sicht bei der Umsetzung Ihrer Gender Diversity Strategie und helfen Ihnen mit konkreten Massnahmen und passenden Produkten den gesamten Personal-Lifecycle zu verbessern. Grosser Nachfrage erfreuen sich neben der Strategieberatung auch die Einzelthemen Unconscious Bias Trainings und Build the Pipeline Workshops.

 

Nimm deine Vorsorge selbst in die Hand

Die Vorlage zur Reform der Altersvorsorge ist gescheitert. Somit ist die Senkung und Flexibilisierung des Koordinationsabzugs - was entscheidende Verbesserungen für Teilzeitbeschäftigte gebracht hätte - auch erst einmal vom Tisch. Die Erarbeitung einer neuen Vorlage wird sicherlich einige Jahre in Anspruch nehmen.

Wir raten Euch als Teilzeitler selber aktiv zu werden und sich gut mit dem Thema Vorsorge auseinanderzusetzen. Besonders achtsam sollten alldiejenigen sein, die 2 Teilzeitjobs ausüben. Der Koordinationsabzug wird doppelt abgezogen und die Vorsorgelücke ist damit garantiert! 

Pensionskasse ist nicht gleich Pensionskasse 

Attraktive, zukunftsorientierte Arbeitgeber wählen Modelle & Pensionskassen die den Koordinationsabzug dem Pensum entsprechend anpassen oder wie zB. Swisscom auf den Koordinationsabzug gänzlich verzichten. 

Würde man beispielsweise mit einer 60% Teilzeitstelle 35´000 CHF im Jahr verdienen, bleibt mit einem voll abgezogenen Koordinationsabzug von 24´675 CHF (35'000 minus 24'675 CHF) gerade einmal ein versicherter Lohn von 10´325 CHF bei der Pensionskasse.Durch einen im Verhältnis zum Pensum angepassten Koordinationsabzug verbessert sich die Situation deutlich. Bei unserem Beispiel erhöht sich der versicherte Lohn bereits knapp auf das Doppelte, nämlich auf 20´195 CHF (35´000 minus 14´805 CHF).

Was kann ich als Teilzeitler tun, um Vorsorgelücken zu schliessen?

Es lohnt sich also bei der Wahl des Arbeitgebers einen kritischen Blick in dessen Pensionskassenreglement zu werfen. Aber auch diejenigen, die bereits in einem Arbeitsverhältnis stehen, sollten die Leistungen der Vorsorgeinstitution genauer hinterfragen. Wie teilzeitfreundlich ist die betriebliche Pensionskasse? Besteht Optimierungsbedarf, dann bekundet diesen auch. Zum Beispiel durch ein anregendes Gespräch bei eurem Vorgesetzten. 

Trotz solch teilzeitfreundlicher Pensionskassenmodelle ist die Vorsorge über die 2. Säule meist ungenügend. Wir empfehlen deshalb dringend allfällige Lücken zusätzlich durch Einzahlungen in die 3. Säule zu schliessen. Teilzeitangestellte mit mehr als 2 Jobs haben die Möglichkeit sich bei der Auffangeinrichtung der BVG oder bei der Pensionskasse des Arbeitgebers freiwillig versichern zu lassen, um ihre Vorsorge zu optimieren.

 

 

Ohne Frauen an der Spitze geht es in Zukunft nicht mehr!

Unser neu gegründetes Diversity Beratungsunternehmen DOIT-smart hat einen betriebswirtschaftlichen Beratungsansatz entwickelt, der sich an den unternehmensspezifischen Vorgaben orientiert und das Thema als strategisches Ziel positioniert. Wir beraten und begleiten Unternehmen bei der Umsetzung ihrer Gender-Diversity Strategie und verbessern mit konkreten Massnahmen und passenden Produkten den gesamten Personal-Lifecycle des Unternehmens.  

«Eine von Vielfalt geprägte Unternehmenskultur ist und wird zukünftig ein wichtiger Erfolgsfaktor sein. «Es performen diejenigen Organisationen überdurchschnittlich, die mit diversen Teams eine ebenso vielfältige Kundschaft ansprechen und an sich binden können.» so Dieter BischoffLeiter von DOIT-smart.

Die Förderung von Gender Diversity rückt dabei stark in den Fokus. Trotz intensiver Anstrengungen verharrt der Frauenanteil in Kaderpositionen von Schweizer Unternehmen auf tiefem Niveau bei ca. 8%.  Zwar haben viele Firmen den Nutzen einer ausgewogenen Geschlechterverteilung in den Führungsgremien erkannt, aber es fehlt an einer klaren Gender-Diversity-Strategie und an einer Einbettung in die Unternehmensziele.Der Beratungsansatz DOIT-smart setzt genau hier an, er unterstützt und berät das Unternehmen aus neutraler Sicht bei der Umsetzung einer erfolgreichen Diversity-Strategie.

 

Im Zentrum steht dabei ein betriebswirtschaftlich ausgerichtetes Gender Diversity Management.

Level 1: Strategie und Prozesse werden aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet und auf ihre Wirksamkeit überprüft. Unternehmensspezifischer Handlungsbedarf wird abgeleitet. Oft kommt dabei auch ein quantitatives Benchmarking der Hochschule St. Gallen zum Einsatz.

Level 2: Darauf aufbauend werden in Zusammenarbeit mit dem Unternehmen Lösungen erarbeitet und passende Implementierungsvorschläge entwickelt. Dabei wird auf einen Pool geeigneter und bereits bewährte Produkte/Methoden von Kooperationspartnern zurückgegriffen.

Haben wir Ihr Interesse geweckt?

Gerne stehen wir Ihnen für ein unverbindliches Erstgespräch zur Verfügung.

info@doit-smart.org

+41 44 500 27 70

Unterstützt wird DOIT-smart in der Startphase vom Eidgenössische Büro für die Gleichstellung von Frau und Mann (EBG) sowie vom Kanton Zürich – Fachstelle für die Gleichstellung von Frau und Mann.

#AV2020 - wichtige Veränderungen für Teilzeitbeschäftigte

Zum ersten Mal seit der Gründung vor acht Jahren betreiben wir aktiven Wahlkampf für ein Thema, das uns sehr am Herzen liegt. Die am 24. September bevorstehende Volksabstimmung zur Reform der Altersvorsorge 2020 bringt entscheidende Verbesserungen für Teilzeitbeschäftigte.

Durch eine Flexibilisierung des Koordinationsabzugs über eine Staffelung nach Einkommen erhalten Teilzeitangestellte mit tieferen Pensen entscheidend mehr Pensionskassenrente, da die Höhe des versicherten Lohns beim BVG deutlich ansteigt.Das bedeutet, der Koordinationsabzug von heute 24'675 CHF wird gesenkt und entspricht neu 40 % des Jahreslohnes, mindestens jedoch 14'100 CHF und höchstens 21'150 CHF. Von diesen Fortschritten profitieren insbesondere Frauen, die überdurchschnittlich häufig Teilzeitbeschäftigungen nachgehen und all diejenigen, die 2 Teilzeitjobs haben.

Einige attraktive Arbeitgeber, wie beispielsweise Medgate (oder wir selbst in der Teilzeit AG), setzen sich bereits für bessere finanzielle Absicherung ihrer Teilzeitangestellten ein und wählen Vorsorgeeinrichtungen, die den Koordinationsabzug dem Teilzeitpensum entsprechend anpassen. Swisscom beispielsweise verzichtet gänzlich auf einen Koordinationsabzug. Viele Teilzeitbeschäftigte sind sich oftmals gar nicht bewusst, dass ihnen aufgrund von gesetzlicher Regelungen bei der beruflichen Vorsorge Gefahren einer Vorsorgelücke drohen. 

Zugegebenermassen sind sicherlich nicht alle Elemente dieser Reform optimal gelöst, dennoch würde ein NEIN die Weiterentwicklung der Altersvorsorge in der Schweiz weit zurückwerfen. 

Weitere interessante Beiträge zum Thema AV 2020 und Teilzeit finden Sie hier. 

Teilzeit auf Probe: Best Practice aus der Branche

Die allergrössten Herausforderungen bestehen darin, theoretische Erkenntnisse in die Praxis umzusetzen. Deshalb möchten wir heute wieder einmal ein Best Practice Thema aus der Branche aufgreifen.

Auch bei Swisscom arbeiten noch deutlich mehr Frauen (34%) Teilzeit als Männer (8%). Damit sich dies in Zukunft ändert, hat Swisscom als innovatives Unternehmen das Pilotprojekt „Teilzeitmann auf Probe“ ins Leben gerufen. Über eine dreimonatige Testphase konnten Mitarbeitende ihr Pensum probeweise reduzieren. Hauptsächlich angesprochen wurden Männer.

Das Ziel: Teilzeit erlebbar machen und Hindernisse abbauen, um die Akzeptanz von Teilzeitarbeit (auch von Frauen!) bei Männern zu fördern.

Zur Sensibilisierung der Mitarbeitenden zum Thema Teilzeit haben wir begleitend zum Pilotprojekt in drei Städten unsere Teilzeitmann Brownbags bei Swisscom durchgeführt.

Die Bilanz kann sich durchaus sehen lassen. Das finden nicht nur wir, sondern auch die Verantwortlichen bei Swisscom sind mit dem Ergebnis sehr zufrieden, ihre Erwartungen wurden übertroffen. Von rund 130 Teilnehmenden an Brownbags und Pilotprojekt haben 40% im Anschluss an den Piloten ihr Pensum fix reduziert. Im Anschluss an die Veranstaltungen und nach dem Pilot wurden die Teilnehmenden mit einer Umfrage um Feedback gebeten. Auch hier wurden durchwegs positive bis sehr positive Bewertungen gegeben. Die Vorgesetzten gaben vor allem das Feedback, dass die Mitarbeiter, die am Versuch teilnahmen, motivierter und leistungsfähiger seien. Was einmal wieder bestätigt, dass es nicht nur in der Theorie so ist, sondern auch in der Praxis spürbar ist!

Gerne unterstützen wir Sie bei der Beratung und Umsetzung von Teilzeit Piloten und anderen flexiblen Arbeitsmodellen.

Zwei für eine Stelle

 

Es gibt viele gute Gründe seinen Vollzeitjob an den Nagel zu hängen. Sei es Zeit für Weiterbildungen, die Vereinbarkeit von Beruf und Familie oder einfach für eine bessere Work Life Balance.Jobsharing ist die perfekte Lösung, um mit einem geringeren Pensum auch anspruchsvolle, besser bezahlte Jobs und Kaderpositionen ausüben zu können. Denn bei vielen Firmen sind Pensen unter 80% oftmals nicht karrieretauglich. 

Jobsharing und flexiblen Arbeitszeitmodellen gehört die Zukunft

Nach den neusten Zahlen des BFS (Bundesamt für Statistik) arbeiten nur knapp 4% der Schweizer in Jobsharing-Modellen. Am meisten nehmen es Frauen und Eltern mit Kindern unter 15 Jahren in Anspruch. Ist Jobsharing heute noch die Ausnahme, steckt hier mit künftiger Arbeitsmarktentwicklung enormes Wachstumspotential. Denn flexible Arbeitszeitmodelle sind und werden immer populärer. Die Generation Y und Z strebt nach einer ausgewogenen Work Life Balance. Unternehmen müssen, um auf dem Arbeitsmarkt attraktiv zu bleiben und dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken, auf die Anforderungen und Bedürfnisse ihrer Mitarbeiter eingehen.Die Schweiz bietet hinsichtlich dem hohen Anteil an Teilzeitlern grosses Potential für Jobsharing. Dennoch braucht es offensichtlich noch einiges an Überzeugungsarbeit. In viele Unternehmen ist Jobsharing immer noch negativ konnotiert. Zu teuer und vor allem ein zu hoher Zeit- und Koordinationsaufwand sind die Hauptgründe. Die Umsetzung ist anfangs nicht immer einfach, aber ein gut eingespieltes Team ergänzt sich bestens und potenziert Produktivität, Flexibilität, Erfahrung und Effizienz für das Unternehmen.Gerne begleiten wir Sie bei der Einführung von Jobsharing-, Topsharing- und Jobsplitting-Modellen.Einer der absoluten Vorreiter flexibler Arbeitszeitmodelle ist die AXA Winterthur. Sie bietet ihren Mitarbeitern die Möglichkeit des Jobsharings und zeigt, dass es funktioniert. Hier gibt es eine Geschichte, die Mut macht.Die AXA, als innovatives Unternehmen, ist auch mit Engagement und Toplisting auf teilzeitkarriere.ch dabei!

Jobsharing im digitalen Arbeitsumfeld

Wichtigen Input zum Thema bietet das Internationale Kolloquium 2017. Das vom Verein PTO organisierte Event, zeigt neue Chancen und Herausforderungen von Job- und Topsharing Modellen, Work Smart-Ansätzen und Parallel-Karrieren (Slash Careers) auf. Am 6. November 2017 präsentieren 35 ausgewählte Referentinnen und Referenten in mehreren Diskussionspanels Umsetzungsformen von neuen Arbeitsmodellen.Weitere Informationen und Anmeldung 

Familienmodelle im Wandel - Die Teilzeitkarriere Rabeneltern-Matrix

Die Familienformen sind im Wandel. Aufgrund gesellschaftlicher Entwicklung sind heutzutage viele unterschiedliche Modelle denkbar. Das modernisierte Familienmodell mit dem Vater als Haupternährer bleibt in der Schweiz aber weiterhin die Regel. Vater Vollzeit und Mutter Teilzeit ist das am häufigsten gelebte Modell in Paarhaushalten. 54% aller Paare mit Kinder leben dieses Modell. Das zeigt der Familienbericht 2017 vom BFS. Während der Vater seine berufliche Laufbahn durch Kontinuität vorantreibt, weist im Gegensatz dazu jene der Frauen grosse Variationen auf. Insgesamt reduzieren 76% der Frauen ihren Beschäftigungsgrad nach der Geburt ihres ersten Kindes auf weniger als 70% oder sind überhaupt nicht mehr erwerbstätig. Angesichts des herrschenden Fach- und Führungskräftemangels sind das keine guten Zahlen. Denn viele qualifizierte Frauen schaffen, laut aktuellen Zahlen des BFS, das berufliche Comeback nicht. In Summe sind über 50´000 gut ausgebildete Akademikerinnen zuhause.

Einmal Teilzeit immer Teilzeit: Um nicht in der Teilzeitfalle zu landen und ein Leben lang oftmals niedrig qualifizierte Teilzeitjobs auszuüben, raten wir als Faustregel: so schnell wie möglich – jedoch spätestens nach 2 Jahren – wieder ein Pensum von mindestens 50% zu erreichen. Hier sind auch die Arbeitgeber gefordert, um Müttern geeignete Lösungen und Regelungen zum Wiedereinstieg zu bieten. Gerne stehen wir Ihnen für eine Ist-Analyse Ihres Unternehmens zur Verfügung und beraten Sie bei der Umsetzung ihrer Fachkräfte-Strategie. Kontakt hier 

Familienmodelle wie das egalitäre Modell, bei dem sich Mann und Frau die Betreuungs- und Erwerbsarbeit teilen, bringt diesbezüglich viele Vorteile. Die Frau kann durch die Reduktion des Pensums ihres Partners die berufliche Karriere gezielter und schneller wieder verfolgen. Der Mann übernimmt mehr Verantwortung bei der Familienarbeit und leistet einen wichtigen Beitrag zur aktiven Vaterschaft mit einer stärkeren Bindung zu den Kindern. Die Rolle der Mutter und Hausfrau wird gleichzeitig relativiert. Eine aktuelle Umfrage im Familienbericht zeigt, Eltern, die sich die Betreuungsarbeit teilen, sind zufriedener. Dennoch ist dieses Familienmodell in der Schweiz nur sehr wenig verbreitet. 

Die politische Unlust sich neuen Familienmodellen zu stellen, hemmt diese Entwicklung. Es braucht die Umsetzung einer flächendeckenderen und erschwinglicheren Betreuung für Kleinkinder, die besser auf die Bedürfnisse der Eltern abgestimmt ist. Sowie ein Steuersystem, das den Zweiterwerb der Frau nicht mehr bestraft. 

Man wird sich künftig frei machen müssen von der Vorstellung des Ideals der Mutter und Hausfrau. Immer mehr Männer wollen sich stärker in der Familie engagieren. Trotz stetig steigenden Zahlen von Teilzeitmännern, zögern immer noch viele – zu viele. Gerne sensibilisieren wir auch Ihre männliche Belegschaft oder führen in Ihrem Unternehmen Workshops zum Thema Vereinbarkeit von Beruf & Familie durch. Eine Übersicht unserer Angebote finden Sie hier.

Auch wir entwickeln uns stetig weiter, um Teilzeit für Sie salonfähig zu machen. Wir haben eine spannende neue Stelle als Senior Consultant zu besetzen.

Sichtweisen 80-100% Pensen

Wir setzen uns schon seit Jahren dafür ein (Vollzeit-) Stellen mit einem 80 bis 100 Prozent Pensum auszuschreiben. In unserem Massnahmenkatalog für Firmenempfehlen wir genau das. Erste grosse Unternehmen (u.a. PostSwisscom, UBS, SBB) haben dies erkannt und schreiben ihre Stellen nun systematisch mit einem 80 bis 100 Prozent Pensum oder im Job Sharing aus.

Unsere Erfahrungen: Unternehmen, die Jobs zu 80 bis 100 Prozent ausschreiben, haben nicht nur eine verbesserte Reichweite bei der Stellenrekrutierung, sondern signalisieren damit, dass sie auch Teilzeitpensen anbieten. Dies führt zu einem Kulturwandel im Unternehmen. Zum einen ebnet es den Weg für einen grösseren Frauenanteil in höheren, qualifizierten Teilzeitpensen. Es führt zu mehr Teilzeitmännern und mehr Mitarbeiter in Altersteilzeitpensen. Zum anderen steigt die Attraktivität für die Generation Y und Z im Arbeitsmarkt.

Die Gegenargumente: Viele Teilzeit-Interessierte befürchten, dass Unternehmen, die Jobs mit 80 bis 100 Prozent ausschreiben, damit einfach nur Kosten sparen wollen. Sie werden zwar zu 80 Prozent eingestellt, müssen aber trotzdem ein Arbeitsvolumen von 100 Prozent leisten. Wichtig ist, dass 80 Prozent Stellen demnach auch tatsächlich kleinere Arbeitsbelastungen mit sich bringen und Mitarbeiter dies auch erkennen.Deshalb plädieren wir an die Arbeitgeber „echte“ 80 Prozent Stellen anzubieten, aus moralischen und rechtlichen Gründen.

Ein nächster Schritt hin zu effektiven Teilzeitjobs ist, Stellen vermehrt auch mit 60, 70 und 80 Prozent anzubieten und zwar nicht nur für minder qualifizierte und damit schlechter bezahlte Jobs, sondern für alle Funktionen.

Wir sind Partner beim Prix BalanceZHDer Kanton Zürich verleiht am 26. Oktober 2017 zum dritten Mal den Prix BalanceZH. Eine Auszeichnung für die vereinbarkeitsfreundlichsten Unternehmen, Verwaltungen und Organisationen im KantonWas wird in Ihrem Betrieb getan, um die Vereinbarkeit von beruflichen Anforderungen und privatem Umfeld der Mitarbeitenden zu vereinfachen? Wie treten Sie als Unternehmen dem immer grösser werdenden Fachkräftemangel entgegen? Nutzen Sie diese Plattform und bewerben Sie sich um den Prix BalanceZH 2017. Die Teilnahme ist kostenlos und vertraulich. Alle Informationen finden Sie unter www.vereinbarkeit.zh.ch/prixbalance

Alle aktuellen Artikel Rund um das Thema Teilzeit, sowie einen interessanten Beitrag über die Job-Anforderungen der Millennials finden Sie hier.

Zwischen Kind und Karriere

 

Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist immer noch ein Riesenthema. Der Trend nach einer möglichst individuellen und flexiblen Gestaltung der Arbeitszeit nimmt zu. Zudem zwingen Fachkräftemangel und Digitalisierung die Wirtschaft neue, mit der Familie vereinbare Arbeitsmodelle für Männer und Frauen anzubieten. Das können Unternehmen tun, um die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu fördern und dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken. Massnahmenkatalog für Firmen

In Kürze werden wir Ihnen zu diesem Thema auch unseren neu entwickelten Beratungsansatz (DOIT-SMART) zur Umsetzung von Gender-Diversity Strategien vorstellen.

Filmempfehlung: Die alten traditionellen Familienmodelle mit dem klassischen Ernährer-Hausfrau-Modell haben mehr und mehr ausgedient. Völlig unterschiedliche neue Familienmodelle sind heute denkbar. Immer mehr Väter wollen Verantwortung in der Familie übernehmen und gleichzeitig steigt der Anteil von Frauen und Müttern, die neben der Familie auch noch ihre berufliche Karriere verfolgen wollen. Diese Entwicklung verstärkt den Ruf nach flexiblen Arbeitszeitmodellen. Die «DOK» Sendung „Zwischen Kind und Karriere“ – ausgestrahlt am Donnerstag den 9. März 2017 um 20:05 Uhr im SRF1 – portraitiert drei Paare mit unterschiedlichen Familien- und Arbeitsmodellen. Die Teilzeit AG liefert im Film wichtige Fachinputs zum Thema Vereinbarkeit von Beruf und Familie.

P.S: Auch Jobsharing als innovatives Arbeitszeitmodell fördert die Vereinbarkeit. Die Initiative Go For Jobsharing hat jüngst ein neuen Sammelband zu diesem Thema lanciert. 34 Autoren aus 5 europäischen Ländern teilen ihre Gedanken und Forschungsarbeiten zum Thema Jobsharing. Weitere Infos hier

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