Häufige Fragen

 

Kommt Jobsharing für Sie in Frage?

Wahrscheinlich können Sie diese Frage noch nicht abschliessend beantworten. Unsere FAQ-Seite unterstützt Sie bei der Suche nach Informationen.

 


 

Was ist Jobsharing?

Beim Jobsharing teilen sich mehrere Personen die Arbeitszeit an einem Arbeitsplatz (Jobsharing kommt aus dem Englischen und heisst «einen Arbeitsplatzteilen»). Das Hauptmerkmal dieser Arbeitsorganisation ist die autonome Aufteilung der Arbeitszeit unter den Beteiligten. Es gibt allerdings verschiedene Formen des Jobsharings.

 


 

Welche Formen von Jobsharing gibt es?

Im Zusammenhang mit Jobsharing werden oft Begriffe wie «Job-Splitting», «Job-Pairing» oder «Top-Sharing» genannt. Gemeint sind meist Varianten des Jobsharing, die sich durch die Gestaltung und Organisation der Arbeitsstelle unterscheiden.

• Job Splitting: Aus eins mach zwei: Ein Arbeitsplatz wird in zwei voneinander unabhängige Stellen aufgeteilt. Aufgaben und Pflichten werden gemeinsam aufgeteilt und individuell wahrgenommen. Das heisst, dass jede Person ausschliesslich für diejenigen Aufgaben und Pflichten verantwortlich ist, die ihr zugeschrieben wurden.

• Top Sharing: Der Begriff Top Sharing wurde 1998 von Julia Kuark und Hans Ulrich Locher geprägt und bezeichnet Jobsharing in Top-Positionen. Dabei handelt es sich um ein partnerschaftliches Führungsmodell.

• Job Pairing: Im «Job Pairing» tragen die Stellenpartner gemeinsam die Verantwortung der Arbeitsorganisation und Ausführung der Aufgaben.

• Splitt Level Sharing: Dieses Modell wird angewendet, wenn die Qualifikationen der Stellenpartner unterschiedlich sind und eventuell auch unterschiedliche fachliche Qualifikationen gefordert werden. Die Aufgaben und Verantwortlichkeiten werden innerhalb der Stelle kompetenzgerecht aufgeteilt.

• Relais Modell: Das Relais-Modell dient dem Wissenstransfer insbesondere im Rahmen der Nachfolgeregelung und ist eigentlich ein Jobsharing auf Zeit. Aufgaben und Verantwortlichkeiten werden gemeinsam getragen mit einem besonderen Fokus auf das Übermitteln von Wissen von einem z.B. vor der Pensionierung stehenden Arbeiter an eine auszubildende, noch unerfahrene Person.

 


 

Wer ist für das Jobsharing geeignet?

Aussergewöhnliche Herausforderungen brauchen aussergewöhnliche Persönlichkeiten mit entsprechenden Fähigkeiten. Speziell für Jobsharing- Stellen mit Kaderfunktion gibt es den Eignungstest.

Ob das Jobsharing als Form der Arbeitsorganisation eine realistische Option für Sie ist, können Sie mit Hilfe des jobsharit-Eignungstests erfahren. Bei dem neuentwickelten Test handelt es sich um ein Verfahren, das von Wissenschaftlern der Universität Hohenheim in Stuttgart entwickelt wurde.

Der Onlinetest für Interessierte ermittelt die individuelle Eignung für Tätigkeiten im Kader-Jobsharing und evaluiert aus der Testdatenbank, die potentiell geeignetste(n) Berufspartnerinnen und -partnern.

Der Test kann von allen durchgeführt werden. Kandidatinnen und Kandidaten erhalten ihre persönliche Auswertung, die sie weiter vermitteln können oder nicht. Die Testdaten unterstehen dem Datenschutz und sind das alleinige Eigentum der Testperson.

Die Auswertung und Kompatibilitätsanalyse eines Berufs-Tandems ist nicht einfach. Der Test lässt sich auch in ein firmeneigenes Assessment-Programm, zur Gewinnung neuer oder zur Entwicklung bestehender Mitarbeitenden einbringen. Wir empfehlen, eine erfahrene Expertin für Jobsharing beizuziehen.

 


 

Sind Macht und Verantwortung teilbar?

Diese Frage stellt sich, wenn von Top-Sharing, Jobsharing in Kaderpositionen, die Rede ist. Besonders häufig bringen sie Männer als Argument gegen Jobsharing im Kader vor. Ein Argument, das durch die Erfahrungen von Jobsharer auf Kaderstufe immer wieder wiederlegt wird. Die Verantwortung für das Gelingen einer Aufgabe, eines Projektes lässt sich teilen, so wie Eltern die Verantwortung für die Erziehung ihrer Kinder teilen. Die Frage nach der Teilbarkeit der Verantwortung zeigt eindrücklich, dass die Barriere in den Köpfen der (meist männlichen) Entscheidungsträger sitzt. Dabei geht es im Prinzip um (Um-)Organisation und die persönliche Einstellung des Leitungsteams.

Bei der Gestaltung eines gemeinsamen Führungsverständnisses darf die Machtfrage keine Rolle spielen. Stattdessen sollten offene Kommunikation, klare Absprachen und Transparenz der Entscheidungen die Basis der Zusammenarbeit sein. Unter diesen Voraussetzungen wird die gemeinsam getragene Verantwortung häufig als befreiend empfunden.

Zu den positiven Nebenwirkungen der Co-Verantwortung gehört zudem, dass die für die Arbeitsteilung notwendigen Kommunikationsprozesse zu wirklich innovativen Lösungen führen.

 


 

Wer steht hinter dieser Webseite?

Ursprünglich wurde diese Informationsseite von einem Verein aufgebaut und betrieben. Die Inhalte der Plattform wurden finanziert durch das Eidgenössische Büro für die Gleichstellung von Frau und Mann. Im Jahr 2013 übernahm das Portal teilzeitkarriere.ch die Seite und hat sie in das grösste Jobportal für Teilzeitstellen integriert.

 

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