Volltreffer

mariofischer

Als Teilzeittrainer beim FCZ bleibe ich in Beruf und Familie am Ball. Ich will im Haushalt ja nicht nur auf der Bank sitzen. Teilzeitarbeit ist ein Volltreffer für mich und meine Kinder.

 

Mario Fischer, 38,
Muhen AG

 

 



 

 

 

 

 «Ich lebe heute intensiver und glücklicher»

 

«Gleichberechtigung von Mann und Frau war für mich seit je selbstverständlich. Ich wuchs bei der Mutter auf. Dass sie arbeiten ging, war das Normalste der Welt. Der Fussball dagegen war für mich lange nur Hobby. Während 25 Jahren machte ich meinen Berufsweg bei der Post. Mit Führungsposition. Ich arbeitete 80 Prozent, da ich an meinem freien Tag möglichst viel Zeit mit unserem Sohn verbringen wollte. Als wir das zweite Kind erwarteten, war es mir ein grosses Anliegen, noch mehr Zeit für die Kinder zu haben. Ich wollte das Pensum reduzieren. Doch bei der Post hiess es: Du kannst weiter reduzieren, aber dann arbeitest Du wieder ohne Führungsaufgabe. Und Du solltest jeden Tag ein paar Stunden anwesend sein.

Diese Bedingung kam für mich überhaupt nicht in Frage. Aber meinen Arbeitgeber nach 25 Jahren zu verlassen, das fand ich auch nicht einfach!. So kam die zündende Idee: Warum nicht das Hobby zum Beruf machen? Beim Proficlub FCZ eröffnete sich diese Chance. Ich arbeite nun 50% als Fussballtrainer für die Letzikids, kümmere mich also um talentierte Kinder bis 12 Jahre. Ausserdem habe ich einen zweiten Job beim Midnight Move in Buchs. Dort leite ich einmal pro Woche das nächtliche Fussball-Training mit Jugendlichen. Jetzt lebe ich ein Modell, von dem ich lange geträumt habe!. Zwei Tage pro Woche hüte ich die Kinder, also unsere heute 8 Monate alte Tochter und ihr älterer Bruder, der 5 Jahre alt ist.

Ab und zu nehme ich ihn auch mit zum Training mit den Letzikids. Meine Frau arbeitet 40% als Buchhalterin. Wir planen von Saison zu Saison. Natürlich ist unser Tagesablauf alles andere als 08:15. Oft bin ich an Wochenenden im Einsatz. Dafür habe ich viel mehr Zeit mit meinen Kindern und mit meiner Frau. Am Anfang fragten wir uns, ob die Rechnung auch finanziell aufgehen würde. Wir wollen nicht in Saus und Praus leben, aber wir wollen auch nicht jeden Rappen umdrehen. Doch die Angst ist mittlerweile überwunden - am Geld wird unser sportliches Ziel nicht scheitern.

Ich lebe heute intensiver und glücklicher, und meine Partnerin und ich haben uns geschworen, zusammen nie mehr als 110 Prozent zu arbeiten! Jetzt steht für mich die Freude im Leben im Zentrum, und nicht das Geld. Und wenn einmal die Zeit knapp wird, etwa wenn ein Kind krank ist, ist mein Arbeitgeber professionell und flexibel genug, um kurzfristig eine Lösung zu finden. Engstirnige Modelle haben im modernen Fussball nichts verloren: Wir sind uns Jonglieren gewöhnt.»

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"Unser Modell ist echt partnerschaftlich. Selbständig im Unternehmen, als Paar, mit den Kindern, ohne konventionelle Leitplanken." 

(Christian Löhrer, 38, Speicher/AR)

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